Was ist psychologische Behandlung?

Klinisch psychologische Behandlung soll Menschen bei der Linderung von Leid und Störungen und der Krankheitsbewältigung unterstützen. Im Sinne einer Prävention sollen KlientInnen gestärkt, und damit auch der Entwicklung von Krankheiten vorgebeugt werden. Anwendungsgebiete klinisch psychologischer Behandlung sind dabei:

  • Psychische Aspekte körperlicher Erkrankungen (z. B. bei chronischen Schmerzen, Krebserkrankungen, etc.)
  • Psychische Störungen (z. B. Depressionen, Angsterkrankungen, etc.)
  • Psychisches Leid (z. B. Arbeitsplatzverlust, psychische Folgen von Belastung, Traumatisierung durch Gewalt/Katastrophen, Beziehungskrisen, etc.)

Im Rahmen der klinisch psychologischen Behandlung werden Methoden verschiedener psychotherapeutischer Schulen integrativ eingebaut.

Was ist psychologische Beratung?

Psychologische Beratung ist Vermittlung von psychologischem Fachwissen, z. B. zu bestimmten psychischen Erkrankungen, aber auch zu möglichen Behandlungsansätzen. Zum besseren Verständnis konkret am Thema Schlaf:

  • Welche Schlafstörungen gibt es?
  • Wie läuft qualitativ guter Schlaf ab?
  • Welche Ursachen können Schlafstörungen haben?
  • Was sind Maßnahmen der Schlafhygiene?
  • Wo kann man ansetzen und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?, etc.

Wo liegt der Unterschied zur Psychotherapie?

Die in Österreich gesetzlich geschaffene Trennung zwischen klinischer Psychologie und Psychotherapie ist eher eine künstlicher Art und international gesehen nicht üblich. Unterschiede liegen vor allem in der Ausbildung. Klinische PsychologInnen schließen ein Psychologiestudium ab und absolvieren in der Folge eine postgraduelle Ausbildung. PsychotherapeutInnen besuchen ein Propädeutikum und danach das Fachspezifikum. Dabei entscheiden sich angehende PsychotherapeutInnen für eine bestimmte „Schule“, wie beispielsweise Verhaltenstherapie, Gestalttherapie oder systemischer Therapie.

Was machen PsychiaterInnen?

Fachärzte/innen für Psychiatrie sind Mediziner. Sie haben ein Medizinstudium abgeschlossen und sich danach auf den Bereich der Psychiatrie spezialisiert. Folglich dürfen sie Medikamente verschreiben, was PsychotherapeutInnen und Klinische PsychologInnen nicht dürfen.